Nach dem Ende des Kulturhauptstadtjahres ist auf dem Gelände des Garagen-Campus in Chemnitz ein wichtiger Schritt in Richtung Verstetigung gelungen. Mit der Gründung des Garagen Campus e.V. wurde eine organisatorische Grundlage geschaffen, um die Fläche langfristig als offenen Ort für Kultur, Begegnung und bürgerschaftliches Engagement weiterzuentwickeln. Damit wird der Garagen-Campus nicht als abgeschlossenes Projekt verstanden, sondern als lebendiger Raum, der sich kontinuierlich aus den Bedarfen und Ideen der Stadtgesellschaft heraus weiterformt.
Im Anschluss an die Vereinsgründung fand ein Treffen mit allen Interessierten statt, bei dem es ausdrücklich nicht um fertige Konzepte ging, sondern um einen offenen Austausch. Zu Beginn wurden die Erwartungshaltungen der Teilnehmenden abgefragt. Welche Nutzung wird gewünscht, welche Themen sollen auf der Fläche künftig eine Rolle spielen und wie kann der Garagen-Campus ein Ort bleiben, der niedrigschwellig zugänglich ist und unterschiedliche Akteurinnen und Akteure zusammenbringt. Diese dialogische Herangehensweise knüpft bewusst an partizipative Ansätze an, die bereits im Kulturhauptstadtjahr prägend waren, und bildet die Grundlage für eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung des Areals.
Bereits während des Kulturhauptstadtjahres war der Garagen-Campus ein wichtiger Ort für Projekte mit starkem gesellschaftlichem Bezug. Die Bürgerplattform Chemnitz Süd hat in diesem Zeitraum zwei Vorhaben aus dem Bürgerbudget gefördert, die auf der Fläche umgesetzt wurden. Ein Projekt war dem Bereich der Demokratieförderung zuzuordnen und schuf Räume für Austausch, Diskussion und politische Bildung. Ein weiteres Projekt widmete sich der Sommerfreizeitgestaltung und richtete sich insbesondere an Kinder, Jugendliche und Familien. Beide Vorhaben zeigten exemplarisch, wie der Garagen-Campus als offener Sozial- und Begegnungsraum funktionieren kann, in dem bürgerschaftliches Engagement sichtbar wird und konkrete Wirkung entfaltet.
Diese Erfahrungen fließen nun in die weitere Planung ein. Ziel ist es, den Garagen-Campus auch künftig als vielseitig nutzbare Fläche zu etablieren, auf der kulturelle, soziale und gemeinwesenorientierte Projekte angesiedelt und durchgeführt werden können. Der Campus soll Raum für Experimente bieten, Vernetzung ermöglichen und zugleich ein Ort bleiben, an dem sich Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder Vorerfahrung einbringen können. Damit steht der Garagen-Campus exemplarisch für einen nachhaltigen Umgang mit den Impulsen des Kulturhauptstadtjahres und für eine Stadtentwicklung, die auf Beteiligung, Offenheit und gemeinschaftliches Gestalten setzt.
Ab sofort kann die Fläche der Alten Lackiererei gemietet werden.
Mehr unter: https://garagen-campus.de/

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Telefon: 0371/3342482 info@chemnitz-sued.de
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