In unserem Stadtgebiet engagieren sich zahlreiche soziale Einrichtungen, Initiativen und Vereine für das Miteinander, die Unterstützung von Familien, Senioren, Kindern und Menschen in besonderen Lebenslagen. Mit dieser Rubrik möchten wir ihre Arbeit sichtbar machen, Einblicke in Projekte geben und zeigen, wie gelebte Nachbarschaft und Solidarität in Chemnitz Süd aussehen.
Der Stadtteilmanager lädt regelmäßig Vertreterinnen und Vertreter sozialer Einrichtungen zum gemeinsamen Austausch ein. Ziel ist es, Synergien zu schaffen, Bedarfe rechtzeitig zu erkennen und gemeinsame Projekte für das Wohl der Menschen im Stadtgebiet zu entwickeln. So entsteht ein starkes Netzwerk für ein lebendiges und solidarisches Chemnitz Süd.
Was sind ESF-Projekte ?
ESF-Projekte sind Projekte, die aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) gefördert werden. Der ESF ist ein Förderinstrument der Europäische Union und unterstützt vor allem Menschen, nicht primär Bauwerke oder Infrastruktur.
Der Schwerpunkt liegt darauf, Beschäftigung, Bildung, soziale Teilhabe und Chancengleichheit zu verbessern.
Wir möchten hier die Projekte des Chemnitzer Süden kurz vorstellen:
Was machen wir?
Unser Projekt bietet Kindern und Jugendlichen einen einfachen und greifbaren Einstieg in das Thema Nachhaltigkeit und hilft ihnen gleichzeitig Geld zu sparen. Statt klassischer Bildungsformate kommt unser Projekt direkt dorthin, wo junge Menschen ihren Alltag verbringen: auf Spielplätzen, in Kitas, Jugendclubs oder bei Stadtteilfesten. Durch kreative und partizipative Bildungsansätze, wie Wasserausschank, Quizformate oder dem Bau von Sedimentfiltern, lernen die Teilnehmenden, wie der Konsum von Flaschenwasser das Klima belastet, wie sie mit kleinen Veränderungen im Alltag aktiv zum Umweltschutz beitragen können und wie sich ihr Engagement direkt auf ihr Umfeld im eigenen Stadtviertel auswirken kann. In besonders erlebnisorientierten Workshops wie einem Hip-Hop-Workshop oder dem Bogenschießen auf Plastikflaschen werden Bewegung, Musik und Umweltbildung kombiniert und das Konsumverhalten kritisch reflektiert.
Wer soll angesprochen werden?
Kinder und Jugendliche von 4 bis 18 Jahren.
Wo finden sich mehr Informationen?
https://atiptap.org/projekte/chemnitz-esf/

Kontakt:
lilly@atiptap.org.
Lilly Tank
Max-Müller-Straße 13
Foto: Dominik Lanzl
Bau eines Sedimentfilters im Haus Kinderland.
Was machen wir?
Wir schaffen eine offene, freundliche und unterstützende Umgebung für Menschen, die im Alltag oft zu wenig Halt finden. Schritt für Schritt begleiten wir unsere Teilnehmenden dabei, neue Kraft, Struktur und Selbstvertrauen zu entwickeln. Unser Projekt bietet eine breite Auswahl an kostenlosen und freiwilligen Angeboten, die dazu einladen, aktiv zu werden, Neues auszuprobieren und mit anderen in Kontakt zu kommen. Dazu gehören kreative Kurse, Sportangebote, Wanderungen, Workshops, Sprachkurse zum Deutschlernen sowie vielfältige Kultur- und Freizeitaktivitäten.
Wir arbeiten zudem eng zusammen mit unserer Sozialberatung, der Bewerbungshilfe und einem individuellen Coaching, das auf die persönlichen Ziele der Teilnehmenden abgestimmt ist. Unser Ziel ist es, Mut zu machen, Gemeinschaft zu stärken und neue Perspektiven zu eröffnen – in einem Raum, in dem jeder willkommen ist und jeder Schritt zählt.
Wer soll angesprochen werden?
Im geschlossenen Bereich:
Erwachsene im Alter von 18 bis 64 Jahren mit komplexen Lebensproblemen, darunter Langzeitarbeitslose, Menschen mit geringem Einkommen, alleinerziehende Mütter und Väter, Menschen mit Migrationshintergrund sowie Menschen mit gesundheitlichen oder psychischen Belastungen.
Im offenen Bereich: Alle Einwohner von Chemnitz.
Wo finden sich mehr Informationen?
Beim Neue Arbeit Chemnitz e. V. in der Albert-Köhler-Straße 44.
https://www.neue-arbeit-chemnitz.de/projekte/schritt-fuer-schritt-gesund-und-fit/

Kontakt:
0371 9092595
0152 58646565
a.gawor@ neue-arbeit-chemnitz.de
sowie über Instagram und Facebook
Foto: Anna Gawor
Anna Gawor leitet das Projekt.
Was machen wir?
Übergeordnetes Ziel ist die Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens. Durch barrierefreie Gelegenheiten für Dialog, Begegnung und Information wollen wir Vertrauen, gegenseitige Anerkennung und eine lebendige, vielfältige Nachbarschaftskultur fördern. Gleichzeitig wird die Identifikation der Bewohner mit ihrem Stadtteil gestärkt und bürgerschaftliches Engagement unterstützt. Im Mittelpunkt stehen niedrigschwellige Begegnungsformate im öffentlichen Raum, die spontane Kontakte ermöglichen, soziale Isolation überwinden und den Aufbau von sozialen Netzwerken fördern.
Wer soll angesprochen werden?
Unser Projekt richtet sich an die Bewohner der Stadtteile im Chemnitzer Süden. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die bislang nur geringe Anbindung an nachbarschaftliche Netzwerke haben oder wenig Zugang zu sozialen Angeboten finden. Besonders berücksichtigt werden migrantische Personen, neu zugezogene Chemnitzer sowie arbeitslose Erwachsene, die von Isolation, mangelnden Kontakten oder mehrfachen Vermittlungshemmnissen betroffen sind.
Wo finden sich weitere Informationen?
Die neuen Räume sind in der Straße Usti nad Labem 163 zu finden. Dort bietet das Projekt Alltagshilfe, Beratung und Vermittlung ohne Terminvereinbarung an. Zudem gibt es Kontakt-und Aufenthaltsmöglichkeiten sowie Kaffee, Tee und Toilette.

Kontakt:
info@ stadtteilpiloten.de
0152 55873816
sowie über Facebook und
Foto: Stadtteilpiloten
Die Stadtteilpiloten vor ihren neuen Räumen: Frank Edel (v. l.), Koordinatorin Susanne Heimann und Iryna Balandina.
Was machen wir?
Als Team der niedrigschwelligen Beratungs-, Begleitungs- und Vermittlungsstelle, bestehend aus Sven Oertel und Susan Michel, beraten und unterstützen wir Sie bei der Bewältigung von Alltagsfragen und begleiten Sie auf Wunsch auch zu Terminen. Sie erhalten bedarfsgerechte und unkomplizierte Hilfe. Themenschwerpunkte unserer Arbeit sind unter anderem: Wohnungssituation, Familie, Finanzen, Gesundheit und berufliche Orientierung.
Wer soll angesprochen werden?
Jeder Erwachsene aus dem Heckert-Gebiet ab 28 Jahren mit Hilfebedarf. Die Nutzung des Angebotes ist kostenfrei, basiert auf Freiwilligkeit und findet in einem geschützten Raum statt.
Wo finden sich mehr Informationen?
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Jugendberufshilfe Chemnitz gGmbH unter Projekte sowie in der Chemnitzer Familien-App unter Lebensberatung.

Kontakt:
0371 91 22 12 75
Susan Michel
michel.s@gesa-ag.de
Sven Oertel
oertel.s@gesa-ag.de
Foto: Sabine Brünler
Sven Oertel (v. l.) und Susan Michel helfen bei einer Vielzahl von Themen.
Was machen wir?
Die sogenannten Stadtteilmütter sind Frauen, die nach intensiver Schulung Familien mit Migrationshintergrund im Fördergebiet ESF-Chemnitz Süd 2.0 aufsuchen und diese auf zweierlei Art unterstützen: Zum einen durch die Vermittlung relevanter Informationen an Mütter mit Migrationshintergrund, zum anderen durch die Qualifizierung von Migrantinnen und Migranten. Neben dieser aufsuchenden Sozialarbeit werden regelmäßig Informationsveranstaltungen angeboten. Zudem werden die Stadtteilmütter selbst während der Projektlaufzeit sozialpädagogisch betreut.
Wer soll angesprochen werden?
Im Fokus des Projektes stehen Familien – insbesondere Frauen – mit Migrationshintergrund, denen zentrale Kenntnisse etwa in den Bereichen Gesundheits- und Sozialsystem, Kindertagesstätten, Schulsystem oder Aufgaben von Institutionen hierzulande fehlen. Als „Stadtteilmutter“ eignen sich insbesondere Frauen mit Migrationshintergrund, die den Weg der Integration in die deutsche Gesellschaft bereits selbst erfolgreich durchlaufen haben oder gerade durchlaufen.
Wo finden sich mehr Informationen?
Projektstandort ist das Mehrgenerationenhaus Chemnitz in der Irkutsker Straße 15, wo mittwochs von 14:30 bis 16:30 Uhr und freitags von 10:00 bis 12:00 Uhr auch eine offene Sprechstunde stattfindet. Projetträger ist die solaris Förderzentrum für Jugend und Umwelt gGmbH Sachsen.
https://www.solaris-fzu.de/projekte/integration-und-arbeit/stadtteilmuetter.html

Kontakt:
stm@solaris-fzu.de
0371 3685876
Foto: solaris FZU
Die Stadtteilmütter helfen anderen Frauen und Familien bei der Integration.
Was machen wir?
Das Dienstleistungscenter Chemnitz Süd 3.0 beinhaltet handwerklich-technische und soziale Nachbarschaftshilfe. Wir bieten allerlei kostenfreie Angebote an, welche Ihnen helfen und Sie unterstützen. Wir stellen Hilfe und sprachliche Unterstützung: Ehrenamtliche Mitarbeitende vermitteln bei uns Dienstag bis Donnerstag ab 10:30 Uhr gemeinsam mit Menschen aus den verschiedensten Herkunftsländern Deutsch für den Alltag. Sie haben Sorgen und Nöte, welche Sie mit jemandem besprechen wollen? Sie müssen einen Antrag bei Ämtern oder Behörden stellen? Sie verstehen einen Bescheid nicht oder Sie wünschen sich, dass jemand Sie zu Terminen begleitet? Gern können wir Ihnen dabei Unterstützung anbieten. Gemeinsam kümmern wir uns um Ihre psychosoziale Gesundheit. Sie müssen etwas reparieren und benötigen dabei eine helfende Hand? Wir vermitteln Ihnen den passenden Helfer mit unserem Handwerks-Café. Sie suchen etwas Besonderes, ein Geschenk oder ein neues gutes Buch? Auf dem Tauschtisch finden Sie es bestimmt. Sie können Dinge des täglichen Lebens erhalten und abgeben, darunter Kleidung, kleine Haushaltsgegenstände, Spielsachen, Bücher und vieles mehr. Arzt, Behörde, Kitaplatz oder neue Schule gesucht? Wir verfügen über ein großes Portfolio an Netzwerkpartnern, zu welchen wir gern einen Kontakt für Sie herstellen.
Wer soll angesprochen werden?
Langzeitarbeitslose Menschen bis 65 Jahre.
Wo finden sich mehr Informationen?
Bei der Jugendberufshilfe in der Straße Usti nad Labem 43 – 45.
https://jbhc.de/projekte/dienstleistungscenter-chemnitz-sued/

Kontakt:
0371 4004975
0176 64456864
becher.s@gesa-ag.de
Foto: Sabrina Becher
Sabrina Becher unterstützt bei vielen Alltagsproblemen.